SUPa

SUPa – Simulationsbasierte Untersuchung von Handlungsalternativen im Palettentausch unter Berücksichtigung unterschiedlichen Akteursverhaltens

Bildnachweis: iStock.com/stockvisual
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Die Problematik der Praxis im europäischen Palettentausch hat sich in den letzten Jahren nicht merklich verbessert. Insbesondere Spediteure, aber auch Verlader und Empfänger palettierter Güter tragen teilweise hohe Kosten für den Austausch der Paletten, die bei bis zu 4,96 € pro Umlauf liegen. Der größte Anteil davon sind Kosten für Reparaturen und den kompletten Ersatz beschädigter Paletten. Bei über einer halbe Milliarde Paletten, die weltweit im Umlauf sind, ergeben sich somit hohe Kosten für die beteiligten Akteure. Eine entscheidende Rolle beim Wertverlust spielt, ob Paletten bedarfsgerecht eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass je nach erforderlicher Qualitätsklasse auch eine entsprechende Palette genutzt wird. Für den Transport von Lebensmitteln oder Medizintechnik werden Paletten mit höheren Qualitätsstufen benötigt als für den Transport von Baustoffen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit ebenfalls zu einem hohen Verschleiß bzw. Verschmutzungen der Paletten führen. Auf diese Weise kann vorhersehbarer Wertverlust verhindert werden.

Im Rahmen des Projektes SUPa soll ein Simulationsmodell entwickelt werden, mit dessen Hilfe die Auswirkungen unterschiedlicher Verhaltensweisen der beteiligten Akteure beim Palettentausch untersucht werden sollen. Ziel ist es, die verschiedenen Verhaltensweisen unter variablen Umweltbedingungen zu bewerten. Dabei soll insbesondere auch der Einfluss von Anreizsystemen für kooperatives Verhalten zwischen Verladern und Speditionen untersucht sowie evaluiert werden. Das Modell kann ebenfalls dabei helfen, die Kosten des Palettentausches verursachungsgerecht zuzuordnen und bereits vor Angebotserstellung die zu erwartenden Kosten des Palettentauschs zu kalkulieren sowie entsprechend im Angebot zu berücksichtigen bzw. Kooperationsvereinbarungen zu treffen.

ECKDATEN:

Laufzeit: Oktober 2018 bis September 2020

Förderer: Das IGF-Vorhaben (19953 N) der Forschungsvereinigung Bundesvereinigung Logistik e.V. – BVL, Schlachte 31, 28195 Bremen wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Projektleitung: Roland Lehner