KRITIS

KRITIS

Kooperation zum Schutz kritischer Infrastrukturen

Kritische Infrastrukturen (KRITIS), wie die Energie- und Wasserversorgung oder Informations- und Kommunikationssysteme, sind zum sensiblen Nervensystem moderner Städte geworden. Dabei können durch die engen ein- und wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen KRITIS kaskadenartige, sich verstärkende Störeffekte entstehen (bspw. wenn durch einen Stromausfall die Wasserversorgung und Telekommunikation außer Betrieb gesetzt werden). Der Schutz von KRITIS erfordert daher eine gesamtstädtische und sektorübergreifende Kooperation.

Das Forschungsprojekt widmet sich den Anforderungen an den organisationsübergreifenden Informationsaustausch zwischen den verschiedenen KRITIS-Betreibern und dem Katastrophenschutz. Ziel ist es, Thesen zum individuellen Akteursverhalten, zu Kommunikationsproblemen und zu Handlungsmöglichkeiten organisationsübergreifender Zusammenarbeit im städtischen Risiko- und Krisenmanagement abzuleiten.

Interdiziplinäres Projekt des Fachgebiets Raum- und Infrastrukturplanung und des Fachgebiets Unternehmensführung und Logistik

In dem interdisziplinären Projekt zwischen Planungs- und Wirtschaftswissenschaften ergänzen sich qualitative und quantitative Methoden. Die Untersuchung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Praxispartnern aus Frankfurt am Main (u.a. Mainova AG, Telekom AG, Berufsfeuerwehr) und umfasst folgende Arbeitsschritte:

  • Analyse von Verwundbarkeiten und möglichen Störkaskaden von KRITIS in Frankfurt am Main (Literaturauswertung und Experteninterviews)
  • Modellierung von Kommunikationsprozessen am Beispiel eines kaskadenartigen Störszenarios (Agenten-basierte Simulation der Kommunikation und räumliche Verortung mittels GIS)
  • Ableitung von Faktoren des interorganisationalen Informationsaustauschs und von Informationsasymmetrien (Expertenworkshops mit Vertretern der beteiligten Organisationen)
  • Schlussfolgerungen für die organisationsübergreifende Zusammenarbeit

Den Flyer zum Projekt KRITIS finden Sie hier.


Eckdaten:

Laufzeit: Januar bis Juli 2016

Förderer: FiF – Förderinitiative interdisziplinäre Forschung

Projektpartner:

  • Fachgebiet Raum- und Infrastrukturplanung: Link
  • Mainova AG
  • Telekom AG
  • Berufsfeuerwehr

Vorschaubild
  • Modellierungsansatz: Ereignisdiskret und agentenbasiert
  • Zielgröße: Simulation von Kommunikations- und Informationsaustauschprozessen

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.