Wusstet ihr, dass die Straße bei Störungen im Schienengüterverkehr nicht immer die Lösung sein kann?

02.06.2026

Wusstet ihr, dass die Straße bei Störungen im Schienengüterverkehr nicht immer die Lösung sein kann?

Unsere Straßen sind jetzt schon voll. Jeden Tag teilen sich Millionen von Pkw und Lkw dieselbe stark frequentierte Infrastruktur. Mehr Lkw bedeuten auch mehr Staus, ein höheres Unfallrisiko und eine größere Belastung für die Straßeninfrastruktur, die ohnehin regelmäßig repariert werden muss.

Natürlich kann Fracht auch nicht einfach stillstehen. Wenn Teile des Transportsystems unterbrochen sind, brauchen wir Alternativen, die bezahlbar sind und verkehrsträgerübergreifend ohne große Verzögerungen zur Verfügung stehen. Wir dürfen Straße und Schiene nicht als voneinander getrennte Ausweichmöglichkeiten betrachten, sondern müssen sie gemeinsam planen, damit der Güterverkehr auch dann weiterläuft, wenn Unvorhergesehenes eintritt.

Gemeinsam mit Kombiverkehr, SGKV, VDV, DSLV und Hoyer Internationale Spedition trafen wir uns im House of Logistics and Mobility in Frankfurt, um zu diskutieren, wie datengetriebenes Management intermodaler Straßen- und Schienengüterverkehrssysteme aussehen muss, um bei Störungen tragfähige Lösungen anbieten zu können: Welche Alternativen stehen zur Verfügung? Steht genügend Kapazität zur Verfügung, um Ladeeinheiten umzuleiten? Und wie können Entscheidungen schnell getroffen werden, ohne die Kundenanforderungen aus den Augen zu verlieren?

Vorbereitung ist alles. Wir können nicht erst dann nach Alternativen suchen, wenn Störungen bereits eingetreten sind, sondern müssen im Voraus tragfähige Optionen parat haben. Aus diesem Grund haben wir ein Simulationsmodell entwickelt, das reale Zugfahrpläne und Daten zum Güterverkehr integriert, um die Simulation so realistisch wie möglich zu gestalten.

An der TU Darmstadt untersuchen wir, wie wir mithilfe von Daten und Simulationen den intermodalen Verkehr resilienter gestalten können, damit der Güterverkehr auch dann weiterläuft, wenn Teile des Systems ausfallen. Lest gleich weiter über dieses Thema:

  • Wenn Teile des Verkehrssystems ausfallen, brauchen wir Alternativen, die bezahlbar sind und über alle Verkehrsträger hinweg ohne große Verzögerungen zur Verfügung stehen. Hier erfahrt ihr mehr!
  • Wusstet ihr, dass wir zwar sehen können, wo intermodale Gütertransporte beginnen und wo sie enden – aber nicht, wohin sich die Ladeeinheit tatsächlich bewegt und wie sich das auf die Infrastruktur auswirkt? Hier könnt ihr mehr herausfinden.